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Profilschärfung
von Marie-Luise 04.02.2008 | 12:40

Darijana Hahn fehlt das Profil des Museums und sie bemängelt die Bezeichnung "stadtgeschichtliche Sammlung". Damit spricht sie ein Dilemma an, in dem die "Abteilung Harburger Stadtgeschichte" des Helms-Museums, wenn nicht sogar das gesamte Museum, steckt. Im Grunde vereinigt das Helms-Museum zwei völlig eigenständige Museen. Während das eine Museum - das Landesmuseums für Archäologie - einen überregionalen Charakter hat, ist das andere, das stadtgeschichtliche Museum, lokal orientiert. Trotzdem laufen beide unter dem Label Helms-Museum. Will man den einen Bereich vom anderen unterscheiden, müssen umständliche Untertitel dazu gesetzt werden. Deswegen mein Vorschlag: Die Stadtgeschichtliche Abteilung künftig allein unter "Harburger Stadtmuseum" firmieren zu lassen. Spricht etwas dagegen?






Antwort
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von Herzog Otto   |   04.02.2008 | 16:45
"Harburger Stadtmuseum" hört sich gut an und eine Aufteilung der beiden Bereiche jeweils unter einem eigenen Dach klingt auch verlockend.

ABER ich denke dass das nicht gemacht werden sollte. Während, wie schon gesagt, das "Archäologische Landesmuseum" einen grösseren überregionalen Stellenwert geniesst, ist die kleine regionale "Stadtgeschichte" doch eher eine lokale Sache mit geringem Stellenwert für Hamburg.

Es ist daher heute schon und in Zukunft erst Recht die Frage, wie die finanziellen Mittel, welche dem "HELMS-MUSEUM" zufliessen, zwischen diesen beiden Teilen aufgeteilt werden.

Meine Befürchtung ist, das hier der für gesamt Hamburg bedeutendere Teil der Archäologie, in Zukunft deutlich mehr Gewicht erhalten wird. Der neu geschaffene Verbund mit den anderen Hamburger Museen ist da ja schon ein deutliches Zeichen. In diesen Verbund will die "Harburger Stadtgeschichte" nicht so recht reinpassen.

Sind die beiden Teile erst einmal getrennt, wird sofort die Frage nach der Mittel-/Personalverteilung aufkommen und ich fürchte, das das für die Harburger Stadtgeschichte nicht gut ausgehen wird.

Eine weiterhin feste Verbindung der beiden Museen unter einem Dach des "HELMS-MUSEUMS" garantiert zumindest, dass die Stadtgeschichte nicht völlig verkümmert.

Ich bin zwar kein Finanzexperte aber wenn ich mir überlege, dass die Aussenstelle "Feuerwache" gänzlich aufgegeben wird und die Stadtgeschichte in das kleinere Haupthaus ziehen wird, frage ich mich, zu wessen Gunsten die freiwerdenden finanziellen Mittel eingesetzt werden...Einfach eingespart oder umverteilt?

Schwieriges Thema!
Museumsverbund
von Marie-Luise   |   05.02.2008 | 12:45
Soweit ich das bisher beurteilen kann, handelt es sich bei dem Museumsverbund um Museen, die sich mit der Geschichte Hamburgs beschäftigen. Die Abteilung Harburger Stadtgeschichte passt also thematisch hervorragend in den Verbund.

Problematischer ist meiner Meinung nach die Rolle des Archäologischen Landesmuseums. Als Landesmuseum verliert es durch den Verbund seine Eigenständigkeit und wird - entgegen seinem Anspruch - auf die Hamburger Vor- und Frühgeschichte reduziert.

Die Verteilung der Gelder steht auf einem anderen Blatt. Wie ein Diskussionsteilnehmer im Forum schon festgestellt hat, war bei stadtgeschichtlichen Ausstellungen in der Alten Feuerwache bislang ohnehin Schmalhans Küchenmeister, und dass, obwohl sich der große Bruder (das Archäologische Museum) doch für die kleine Schwester stark machen sollte.
Ob die kleine Schwester in Zukunft besser ausgestattet wird? Das hängt sicher auch daran, wie sehr es gelingt, die Harburger Öffentlichkeit für ihr Museum zu interessieren. Mit diesem Online-Forum hat das Museum immerhin einen ersten Schritt gemacht, die Öffentlichkeit verstärkt einzubeziehen.




Namensänderung
von bFlow   |   06.02.2008 | 19:06
Über einen vereinfachten Name kann man sicher diskutieren, aber was wird dann aus dem guten alten Helms? Mein Vorschlag: Es sollte für die Stadtgeschichte bei Helms-Museum bleiben, zusätzlich aber einen eigenständigen Namen für die Archäologie geben.
Helms-Museum
von Marie-Luise   |   08.02.2008 | 12:13
In den letzten Jahrzehnten stand der Name "Helms-Museum" - auch bundesweit - vor allem für das Archäologische Museum. Dass das Helms-Museum auch die Harburger Stadtgeschichte abdeckt, wurde kaum wahrgenommen. Ob es wirklich klug ist, jetzt wieder eine Umdeutung vorzunehmen?


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