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Antworten auf Fragen von Herzog Otto
von Prof. Dr. Peter Hornberger 15.02.2008 | 15:28

am 12.02.2008 hat Herzog Otto einige Fragen den Förderverein des Helms-Museums betreffend gestellt, die ich als dessen Vorsitzender gerne beantworten will.

Erste Frage von Herzog Otto:
Betreffend des Museumsvereins ist es schön zu hören, dass ja eigentlich alles da ist! Ein Verein, die Ehrenamtlichen, die Mtglieder (wobei natürlich Ihre Zahl von 10% Mitglierzuwachs wenig Aussagekräftig ist, wenn man nicht weiss, worauf die sich beziehen? 10% auf 100?, 1000??? Gesamtmitglieder)
Antwort:
Beim Helms-Museumsverein gibt es vier Arten von Mitgliedern (in Klammen der jährliche Mitgliedsbeitrag):
Einzelmitglieder (35 EURO)
Paare (50 EURO)
Schüler/Studenten (5 EURO)
Instutionelle Mitglieder (75 EURO)
Am 31.12.2007 gab es insgesamt 312 Mitgliedschaften, darunter 117 Paar-Mitgliedschaften. Ohne die juristischen Personen stecken dahinter 415 Menschen (im Vorjahr 392).
Bemerkenswert ist die geringe Zahl von 9 Jugendlichen, obwohl auf Beschluss der Mitgliederversammlung deren Mitgliedschaft auf dem Niveau eines Anerkennungsbeitrags subventioniert wird. Immerhin kann ein Mitglied des Helms-Museumsvereins von folgendem profitieren:
 ganzjährig freien Eintritt in das Helms-Museum
 ganzjährig freien Eintritt in das Freilichtmuseum am Kiekeberg mit seinen Außenstellen
 Einladungen zu allen Ausstellungseröffnungen und Empfängen des Helms-Museums
 Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit im Helms-Museum
 Ermäßigten Eintritt bei allen Vorträgen und Veranstaltungen des Helms-Museums
 Jedes neue Harburger Jahrbuch kostenlos
 Vielseitiges Exkursionsprogramm zum ermäßigten Preis
 Kostenlose Zusendung von „HELMS-MUSEUM AKTUELL“
- und bald wird es eine weitere Attraktivität geben!

Zweite Frage von Herzog Otto:
Kann man als Förderer eigentlich gezielt bestimmen, ob das Fördergeld in den Archäologie- oder Stadtgeschichtlichen Teil fliessen soll??? Oder geht alles in den grossen Topf?
Antwort:
Förderer zahlen neben dem Mitgliedsbeitrag kleinere oder größere Förderbeträge. Insbesondere bei den institutionellen Mitgliedern ist die ganz gezielte Förderung eines speziellen Projektes häufig an die Zahlung des Förderbetrags gekoppelt. Die Leitung des Helms-Museums beantragt stets die Förderung verschiedener Projekte, über die der Vereins-Vorstand beschließt. Im Vorstand gibt es je einen Ressortverantwortlichen für Archäologie und für die Stadtgeschichte Harburgs. Der Vorstand achtet darauf, dass das gesamte Verantwortungsspektrum des Helms-Museums bei den Zuwendungen angemessen berücksichtigt wird.
Auch die am 01.01.2008 erfolgte Einbeziehung des Helms-Museums in die neue gemeinsame Stiftung aller vier historischen Museen Hamburgs ändert nichts daran, dass alle Mitgliedsbeiträge und alle Förderbeträge des Helms-Museumsvereins satzungsgemäß ausschließlich dem Helms-Museum zugute kommen.







Antwort
Freier Eintritt
von Herzog Otto   |   18.02.2008 | 14:03
Meinen besten Dank, Herr Hornberger!

Mit diesen Informationen kann man sich ein gutes Bild der Lage machen.

Während ich über Ihre Informationen noch nachdenke, springt mir aber Eine schnell in das Auge.

Mitglieder des Museumsvereins haben am Kiekeberg freien Eintritt. Das sind laut Ihrer Statistik 415 echte Menschen.

Gilt das auch in die andere Richtung? (Freier Eintritt für die Kiekeberg Förderer im Helms Museum?)

Der Förderverein des Kiekeberg Museums hat laut letztem Rundbrief ca. 4000 Mitglieder.

Wenn also ca 4000 Personen im Helms Museum freien Eintritt hätten, weil Sie am Kiekeberg das Museum fördern, fände ich das schon bemerkenswert.

Bei einem Verhältnis von 1:10 Mitgliedern in den beiden Fördervereinen herrscht zudem noch ein klares Ungleichgewicht!

Wie wird das verrechnet?

Gruss Herzog Otto
Mit einer Neuigkeit zu Ostern und noch gerade rechtzeitig vor Schließung des Internetforums möchte ich auf die ergänzenden Fragen von Herzog Otto antworten, der wissen will, ob die Förderkreismitglieder des Freilichtmuseums am Kiekeberg im Helms-Museum freien Eintritt haben und wie das verrechnet werde.

Antwort: nein, die Förderkreismitglieder des Freilichtmuseums am Kiekeberg haben im Helms-Museum keinen freien Eintritt (Deswegen gibt es auch nichts zu verrechnen).

Der Hintergrund dieser monodirektionalen Regelung ist in der Geschichte begründet:

Früher, als das Freilichtmuseum am Kiekeberg noch im Aufbau war, wurde es als Außenstelle des Helms-Museums betrieben. Als es schließlich an das Land Niedersachsen überging, behielten die Mitglieder des Helms-Museums-Fördervereins bis heute das Recht, dieses jetzt eigenständige Museum mitsamt seinen neun Außenstellen und der Kunststätte Bossard und dem Heidemuseum "Dat ole Huus" in Wilsede kostenfrei zu besuchen.

Inzwischen kann ich allen Mitgliedern des Helms-Museums-Fördervereins eine schöne Neuigkeit zu Ostern mitteilen:
Im Zuge der Fusion der vier Hamburger historischen Museums-Stiftungen hat das Direktorium auf betreiben der Vorstände der diese Museen fördernden Vereine beschlossen, ab sofort den Mitgliedern aller Fördervereine den kostenlosen Zutritt zu allen diesen vier Museen einschließlich aller ihrer Außenstellen zu gewähren.

Im Einzelnen sind das jetzt zusätzlich:
 das Museum der Arbeit mit dem Hafenmuseum im Aufbau und dem Speicherstadtmuseum
 das Museum für Hamburgische Geschichte (hamburgmuseum)
 das Altonaer Museum mit dem Jenisch-Haus, dem Rieck-Haus und dem Heine-Haus
 das Museum für Bergedorf und die Vierlande.

Eine gegenseitige Verrechnung erfolgt nicht; es werden jedoch die nicht zahlungspflichtigen Besucher an den Kassen gesondert registriert.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Museen Einnahmeverluste verzeichnen werden, denn wer aufgrund der neuen Regelung die Gelegenheit nutzt und nun andere Museen besucht, die er sonst nicht besucht hätte, wäre auch sonst kein zahlender Besucher geworden.

In der Hauptsache liegt unseren Förderkreismitglieder daran, "ihr" jeweiliges Museum finanziell und durch ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen und zu fördern. Und ganz klar: Mitgliedsbeiträge und Spenden für den Helms-Museumsverein fließen auch weiterhin ausschließlich dem Helms-Museum zu. Mit ihren Mitgliedsbeiträgen und Fördergeldern geben die Fördervereinsmitglieder den Museen mehr als sie sich durch vermiedene Eintrittsgelder wieder herausholen.


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