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Vielen herzlichen Dank!

Sie haben mit ihren zahlreichen und äußerst konstruktiven Beiträgen der Online-Diskussion zum Erfolg verholfen. Wenn auch die Ergebnisse des Forums nach wissenschaftlichen Kriterien nicht als repräsentativ gelten können, so sind doch wichtige Anregungen für die Konzeption der neuen Ausstellung eingebracht worden, die sich nicht nur in vieler Hinsicht mit den in der Besucherforschung gemachten Erfahrungen decken, sondern noch darüber hinaus gehen. Dabei sind es vor allem drei Aspekte, die in dem neuen Konzept besonders berücksichtigt werden sollen.

Interaktivität
Die große Bedeutung, die der Möglichkeit zur Interaktivität beigemessen wird, hat sich auch in diesem Forum widergespiegelt. Dabei wurde deutlich, dass es den Diskussionsteilnehmern nicht nur um das Drücken von Knöpfen geht, sondern der Begriff Interaktion sehr viel weiter zu fassen ist, nämlich in dem Sinne einer echten Beteiligung an der Ausstellung. Dies könnte, so die Tendenz einiger Vorschläge im Forum, zum Beispiel durch das mehr oder weniger spontane Einbringen von privaten Objekten geschehen und durch die Einbeziehung von Erinnerungsberichten, zu denen Besucher durch die Exponate angeregt werden.

Authentizität
Auch die allgemeine Tendenz, dem klassischen „Vitrinenmuseum“ den Rücken zu kehren, spiegelt sich in diesem Diskussionsforum wider. Der Vorschlag, doch mit Hilfe einer Datenbank die Vielzahl der im Magazin verwahrten Objekte zu zeigen, provozierte die Frage, welchen Wert das authentische Exponat überhaupt noch für die Besucher habe. Auch wenn sich hiesige Diskussionsteilnehmer für das authentische Objekt stark gemacht haben, bleiben doch noch Fragen offen. Man kann beobachten, dass immer mehr Museen die Anzahl der ausgestellten Originale zu Gunsten von interaktiven und didaktischen Einheiten (PCs, Bildschirme, Hörstationen…) und Kulissenbauten reduzieren. Die Besucher scheinen sich daran nicht zu stören, ganz im Gegenteil, haben gerade jene Museen und Ausstellungshallen Zulauf, die sehr viel Technik einsetzen und wo das originale Objekt kaum noch eine Rolle spielt. Hier ein gutes Gleichgewicht zwischen der Herausstellung des authentischen Exponates und einer interessanten Wissensvermittlung durch moderne Medien herzustellen (ohne die Exponate zu „erdrücken“), bleibt – vor allem angesichts knapper Kassen - eine echte Herausforderung. 

Wiedererkennbarkeit
Viele Vorschläge, die zu den Ausstellungsinhalten gemacht wurden, drehen sich um die Zeiten, an die sich viele noch erinnern können (ab 1930er Jahre) oder um Entwicklungen und historische Ereignisse, die sich noch heute im Stadtbild widerspiegeln. Bekanntes sehen und Erklärungen dafür finden, darin liegt auch für die hiesigen Diskussionsteilnehmer ein besonderes Interesse. „Man muss die Menschen dort abholen, wo sie gerade stehen“, lautet ein museumspädagogischer Grundsatz, der im Ausstellungswesen aus verschiedenen Gründen oftmals nicht beachtet, anhand des Diskussionsforums jedoch abermals bestätigt wird. 
 

Wie geht es nun weiter?
In den nächsten Wochen wird es nun darum gehen, die Beiträge weiter auszuwerten und die Ergebnisse in das neue Konzept einzuarbeiten. Wenn das Konzept weiter gediehen ist, wird es in so genannten Fokusgruppen diskutiert, an denen Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen (Lehrer, Schüler, Kulturschaffende, ältere Menschen, zufällige Passanten…) teilnehmen. Das Konzept wird je nach Verlauf der Diskussionen nochmals überarbeitet und in eine vorzeigbare Form gebracht. Im Herbst 2008 soll das Konzept dann im Helms-Museum der Öffentlichkeit präsentiert und zur nochmaligen Diskussion gestellt werden.

Das Helms-Museum ist sehr daran interessiert, den in diesem Forum begonnenen konstruktiven Dialog fortzuführen. Ob das auch weiterhin in Form eines Online-Forums geschehen kann, wie von einem Diskussionsteilnehmer vorgeschlagen, wird noch geprüft. Für weitere Anregungen und Anmerkungen oder wenn Sie Interesse an der Teilnahme an einer der oben erwähnten Fokusgruppe haben, können Sie sich jederzeit an sibylle.kuettner@helmsmuseum.de wenden.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Helms-Museum und frohen Ostergrüßen möchte ich mich für heute verabschieden 

Ihre

Sibylle Küttner



Ringelblume von www.oldskoolman.de













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